Sie lernen ein Modell kennen, das aus jahrzehntelanger therapeutischer Arbeit und zahlreichen Familienrekonstruktionen entstanden ist: sechs Schritte – Erkennen, Fühlen, Annehmen, Sinn finden, Handeln, Verzeihen –, die einen inneren Weg beschreiben, keine Checkliste. Ein zentraler Gedanke dabei: Die ersten fünf Schritte tragen bereits für sich, unabhängig davon, ob am Ende verziehen wird oder nicht. Sie erfahren: Warum Verzeihen und Versöhnen zwei ganz verschiedene Prozesse sind – und weshalb man das eine ohne das andere haben kann. Was Hannah Arendt, die Stoa und die buddhistische Tradition zum Thema beitragen. Was moderne Neurobiologie – von Affect Labeling bis zur Polyvagal-Theorie – über das Verzeihen weiß. Wann Nicht-Verzeihen eine legitime, würdevolle Haltung ist.
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Rainer Schwing
Dipl.Pädagoge, Systemischer Familientherapeut
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