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Freunde und Gleichaltrige

Gleichzeitig mit der Loslösung vom Elternhaus und der Identitätsfindung nimmt die Orientierung an Gleichaltrigenkontakten in der Pubertät zu.

Die notwendige Loslösung von der Familie wird durch die Clique abgefedert. In der Gruppe finden die Jugendlichen in der unsicheren Zeit der Identitätsfindung Sicherheit, Geborgenheit und Verständnis. Gleiche oder ähnliche Interessen werden geteilt. Unter den Gleichaltrigen den sogenannten Peergroups herrschen daher bestimmte Regeln, die sich oft über die Kleidung, Musikvorlieben oder die gleiche Sprache zeigen. Die Meinung der Gleichaltrigen ist für die meisten Jugendlichen von enormer Bedeutung.

Die Gruppe der Gleichaltrigen ist auch das ideale Trainingsgelände für soziales Verhalten hier kann man lernen, Unabhängigkeit und wechselseitige Abhängigkeit zu vereinbaren. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Gruppe können Unternehmungen gewagt werden, die alleine zu riskant wären. Hier wird der Ablösungsprozess gestützt und neue Formen der Beziehung werden vermittelt. Die Gruppe dient auch dem Zweck, das andere Geschlecht kennen zu lernen.

Für die Eltern ist dies häufig ein schmerzhafter Prozess, sie fühlen sich zurückgesetzt, da die Jugendlichen ihre Zeit lieber mit Gleichaltrigen verbringen. Auch fürchten sie, dass sie jetzt gar keinen Einfluss mehr auf ihr Kind haben. Jedoch alles, was Sie in den vorherigen Lebensjahren durch Ihre Erziehung an Werten, Vertrauen und Verständnis vermittelt haben, ist gerade in dieser unsicheren Zeit von unschätzbarem Wert. Der Einfluss der Eltern ist auch in diesem Alter nicht so gering, wie es den Anschein hat. Wichtig ist, die Jugendlichen ihren Weg alleine gehen zu lassen – soweit sie dies möchten. Aber auch da zu sein, wenn Unterstützung oder Hilfestellung gefragt ist.

© shootingankauf - Fotolia

Freunde aber können sich besser in die aktuelle besondere Lage des Jugendlichen versetzen und die Jugendlichen fühlen sich eher verstanden.

Jugendliche suchen sich Bekannte nach Kriterien aus, die für Erwachsene oft völlig im Dunklen liegen. Doch dies dient dazu, den eigenen Weg zu finden. Bleibt der Jugendliche sich selbst und seinem Wertesystem treu, wird er nach und nach die Freunde finden, die ihm gut tun.
Freundschaften zu verbieten, löst die Probleme meist nicht. Jugendliche in diesem Alter benötigen viel Freiraum und nehmen sich diesen auch. Ermöglichen Sie, dass sich die Jugendlichen zu Hause treffen können.

Ausführliche Informationen finden Sie unter Freunde, Clique, Peergroup - Bayerischer Erziehungsratgeber (bayern.de)

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